Traktion


Die Traktion („lang ziehen“) der Halswirbelsäule wird selten in der Diagnostik von Instabilitäten, häufiger in der Therapie (dann meist zusammen mit der Repositionierung des Schädels und dem Anlegen eine Halo-Fixateurs) verwendet.

Die Traktion zieht die Wirbel auseinander und entlastet damit Bandscheiben, Nerven und andere Strukturen die evtl. komprimiert werden. Mit gleichzeitiger Repositionierung wird sicher gestellt, dass die Strukturen der HWS auch weiterhin entlastet werden. Danach wird die Halswirbelsäule in der korrekten Position fixiert.

VORSICHT! Zu starke Traktion kann weitere Schäden verursachen, vor allem bei bereits überdehnten Bändern! Benutzt keine der online zur Verfügung stehenden Selbstherapiegeräte!

Beachte: Wir sprechen hier NICHT von Traktionstherapie durch Schlingentische oder ähnlichem. Diese sollten bei Instabilitäten eher gemieden werden.

Traktion als Diagnostik wird kaum angewandt, Traktion als Therapie sollte nur von Spezialisten und auch nur in Kombination mit weiteren Therapien, wie dem Anlegen eines Halos verwendet werden.

Kalantar BS, Hipp JA, Reitman CA, Dreiangel N, Ben-Galim P. Diagnosis of unstable cervical spine injuries: Laboratory support for the use of axial traction to diagnose cervical spine instability. Journal of Trauma and Acute Care Surgery. 2010 Oct 1;69(4):889-95.