Team „Instabile HWS“


Bei Erkrankungen wie den HWS Instabilitäten, vor allem der cranio-cervicalen Instabilität ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, gerade im Hinblick auf die Diagnostik, von großer Bedeutung. Obwohl mit Hilfe radiologischer Methoden bereits die Diagnose gestellt werden kann gibt es mehrere Fachrichtungen die diese stützen, bzw. das volle Ausmass der Erkrankung noch weiter aufdecken können.

Hier ein kurzer Überblick über die möglichen Fachrichtungen die in die CCI Diagnostik mit einfliessen können und deren potentielle Vorteile.

Hausarzt: Für mich eine der wichtigsten Anlaufstellen. Dieser behält den Überblick über alle Befunde und sieht das Gesamtbild, unterstützt bei Anträgen für Krankenkasse, Rente etc., verordnet Hilfsmittel, Rezepte und Krankengymnastik und hilft im allgemeinen Umgang mit der Erkrankung.

Neurochirurgie: Ähnlich dem Hausarzt nur spezifischer auf die Therapiemöglichkeiten und potentielle Operation. Gibt Anweisung für zusätzliche Diagnostik.

Radiologie / Neuroradiologie: Wertet MRT, CT und Röntgenbilder aus. Vergleicht alte mit neuen Bildern und unterstützt den Neurochirurgen bei der Entscheidungsfindung. Gibt Tipps für zusätzliche Diagnostik.

Neurologe: Diese sehr wichtige Fachrichtung will leider häufig nicht so viel mit CCI zu tun haben. Trotzdem können sich hier richtungsweisende Befunde ergeben. Mögliche Untersuchungen die auffällig sein können sind Nervenleitgeschwindigkeit, sensorisch-evozierte Potentiale, EEG, neuropsychiatrische Testungen. Dauerhafte Nerven- oder Rückenmarksschäden, vegetative Störungen und Hirnstammschäden können evtl. gezeigt werden.

Eine weitere Abspaltung der Neurologie ist die neuro-vegetative Abteilung die Störungen des autonomen Nervensystems zeigen kann.

Oder die Otoneurologie die Zusammenhänge zwischen Störungen des Hirnstamms, Augenbewegung und Hörstörungen zeigen kann.

Ausserdem gibt es noch weitere Richtungen wie die Neurourologie oder Neurogastroenterologie falls Störungen der Blasenfunktion oder des Darms vorliegen sollten.

Orthopäde: Der Orthopäde ist ähnlich dem Neurochirurgen aber doch mehr auf die konservative Therapie der Instabilität bedacht. Er kann bei der Entscheidungsfindung im Hinblick auf die OP helfen, die Nachbehandlung übernehmen und ebenfalls unterstützend bei Anträgen sein.

Physiotherapeut: Physiotherapeuten können nicht nur durch gezielte Testungen eine CCI vermuten, sondern auch durch Muskeltestungen auf diverse Nervenschäden rückschliessen. Des Weiteren übernehmen diese natürlich die konservative Behandlung von CCI Patienten und sind aus unserem Team nicht wegzudenken. Sie übernehmen eine wichtige Funktion vor der Operation und natürlich auch postoperativ um die Funktion wiederherzustellen.

Paraplegologie: Die Paraplegologie beschäftigt sich wie der Name schon sagt hauptsächlich mit Querschnitts-Patienten aber kann auch im Sinne der Instabilität eine hilfreiche Anlaufstelle sein.

Internist / Umweltmediziner / Heilpraktiker: Auch umweltmedizinische Behandlungskonzepte werden bei der HWS Instabilität immer wieder eingesetzt und können teilweise zumindest die Symptome lindern.