Reisen mit EDS und Komorbiditäten


Allgemein

Wenn möglich zweite Person mitnehmen.

Hotel, Hostel oder andere Wohnmöglichkeit, wie Air BnB, Camping oder Patientenhäuser je nach Entfernung zu Arztpraxis, Krankenhaus und Einkaufsmöglichkeiten auswählen.

Alle nötigen Medikamente mitnehmen (mehr als nötig, falls längerer Aufenthalt nötig).

Zusätzliche Kissen und Decken zum besseren Polstern bzw. gegen das Frieren.

Um Hilfe mit dem Gepäck bitten!

Kleiner Klapphocker und evtl. Iso-Matte, um sich zwischendurch hinsetzen bzw. -legen zu können.

 

Flugreisen:
Die meisten Fluggesellschaften bieten einen kostenlosen Rollstuhlservice an.
Während längerer Flugreisen hilft ein wenig aufzustehen.
Gangsitze bieten mehr Beinfreiheit, Fenstersitze sind schöner zum Anlehnen des Kopfes.
Es gibt mehrere Online-Portale über die man Schnäppchenflüge buchen kann.
Wetterbedingungen? Streik?
Tendenziell die schnellste und zuverlässigste Art von A nach B zu kommen.

Chicago aus der Vogelperspektive und bei Nacht

Chicago aus der Vogelperspektive und bei Nacht

 

Reisen mit der Bahn:
Immer einen Sitzplatz buchen, um nicht Stehen zu müssen.
Sitzkissen mitnehmen.
Falls man umsteigen muss, sollten großzügige Zeitabstände gebucht werden.
Gepäck mit Rollen.
Beim Ein- und Aussteigen um Hilfe mit dem Gepäck bitten.
Mit Sparangeboten fährt man günstig durch ganz Deutschland.
ICEs sind sehr komfortabel eingerichtet.
Wetterbedingungen? Streik?

Mit dem Zug zum Arzttermin

Mit dem Zug zum Arzttermin

 

Reisen mit dem Bus:
Fernbusse gibt es mittlerweile günstig zu vielen Orten (auch teilweise außerhalb Deutschlands).
Wenn nötig kann man zwei Sitze buchen, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben.

Reisen mit dem Auto:
Als Fahrer, häufige Pausen zum Beine vertreten machen und wenn möglich eine zweite Person zum abwechselnden Fahren mitnehmen.
Großzügig Zeit einplanen, um nicht in Stress zu geraten.

 

 

HWS-Instabilität

Bei langen Reisen und vor allem bei Reisen mit dem Auto, Halskrause dabei haben oder sogar tragen. Bietet sich an wenn die Fahrt ruckelig ist. Auch bei Start und Landung mit dem Flugzeug.

Im Auto als Beifahrer, Rückenlehne nach hinten stellen, um die Belastung von der HWS zu nehmen; vorne sitzen hilft häufig Stöße besser zu federn.

Kissen, Sitzkissen, Schmerzmittel und ausreichend Flüssigkeit sind immer hilfreich.

Gepäck leicht halten.

Evtl. Trekkingrucksack mit gutem Tragesystem.

Halskrausen

Halskrausen helfen bei ruckelnden Fahrten

 

Andere Instabilitäten

Bei anderen Instabilitäten, wie Knie, ISG oder Hüften, immer Bandagen tragen, wenn man einen langen aktiven Tag vor sich hat.

Memory-Foam-Sitzkissen für ISG-Instabiltiät hilft bei harten Flugzeug- oder Bussitzen.

Schmerzmittel.

 

Sitzkissen und Decke

Sitzkissen für die ISG-Probleme und Decke gegen die Kälte.

 

Mastzellen

Evtl. eigenes histaminarmes Essen einpacken. Gut darüber nachdenken, wo man isst. Sind Toiletten in der Nähe?

Notfallmedikation für eine mögliche Mastzellreaktion einpacken.

 

Dysautonomie

Viel Flüssigkeit, evtl. Salztabletten und Elektrolyte.

Stützstrümpfe oder Strumpfhose tragen.

Enge Kleidung tragen (Kompressionswäsche).

 

Schmerzen

Schmerzmittel Schmerzmittel Schmerzmittel!

Ablenkung (Musik, Buch oder ein nettes Gespräch mit dem Sitznachbar?).

 

Schmerzmittel, Vitamine und Co.

Schmerzmittel, Vitamine und Co.

 

Notfallinformationen Vorlage

In Form eines Notfallausweises (vom Hausarzt ausgefüllt), eines Notfallarmbandes (große Auswahl an Anbietern) oder eines kleinen Notfallbooklets.

Wichtige Informationen:

Nicht zu viel Information; auf das Wichtigste beschränken. Bedenkt, dass in einer akuten Notfallsituation nicht viel Zeit bleibt um zu lesen.

Name
Geburtsdatum
Kontaktpersonen (Eltern, Ehemann, bester Freund, Ärzte?); Möglichst mehr als eine Person, um auch wirklich immer jemanden erreichen zu können.
Kurze Beschreibung der wichtigen Diagnosen (nur die die medizinisch im Notfall beachtet werden müssen, um lebensbedrohliche Zustände zu verhindern.)
Medikamente
Allergien!!!
Evtl. kurze Angaben was bei euren Diagnosen besonders zu beachten ist (empfiehlt sich bei seltenen oder unbekannten Krankheitsbildern von denen das Notfallpersonal vermutlich noch nie etwas gehört hat).

Ich habe ein Notfallarmband mit scannbarem Code der alle wichtigen Infos abruft, ein Notfallarmband mit eingravierten Diagnosen, einen Notfallausweis im Geldbeutel, einen Notfallzettel in jeder Tasche und zusätzlich ein ausführliches Notfallbuch mit Details wenn ich bei Ärzten vorspreche.

Für HWS-Instabiltiäten ist speziell zu beachten, dass der Kopf nicht überstreckt oder ruckartig bewegt wird und dass ggf. bei Intubation aufgepasst wird. Bestenfalls eine Halskrause anlegen lassen, um diese Dinge zu vermeiden.

 

Notfallinformationen

Notfallinformationen

Notfallinformationen zu allen Erkrankungen

Notfallinformationen zu allen Erkrankungen

Notfall-Dokumente

Notfall-Dokumente

Notfallbuch

Notfallbuch

Hier könnt ihr noch ausführlich meine Tipps und Tricks auf Reisen nachlesen:

Arzttermine im Ausland wahrnehmen mit einer chronischen Krankheit – Wie geht das?