Proloerfahrungsberichte von anderen


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Auch ich habe mich vor einiger Zeit wegen zervikaler Instabilität bei Dr. H. in Chicago behandeln lassen, 4 Behandlungen im Abstand von je ca. 4 Wochen, 3 x davon zusätzlich PRP (Platelet Rich Plasma). Bei mir hat sich ab der 2. bzw. 3. Behandlung eine deutliche Besserung eingestellt, der ganze Nacken wurde deutlich fester, das Knacken ging zurück und auch die neurologischen Symptome, die ich zuvor hatte (Schwindel, Sehstörungen, Kribbeln, Taubheit) verschwanden nach der 4. Behandlung fast völlig.
 Leider hatte ich nach meiner Rückkunft einen gewaltigen Rückfall, möglicherweise aufgrund der Intubation bei einer Vollnarkose, ganz klar ist das nicht. Es fällt mir also sehr schwer zu beurteilen, ob ich einfach nur Pech hatte oder Prolotherapie doch nicht hält, was sie verspricht. Im Moment geht es mir schlechter als davor.

DMX habe ich übrigens auf H. Anraten in Chicago machen lassen, muss zugeben, dass ich mich da über die Strahlengefahr auch gar nicht so sehr informiert hatte und einfach Gewissheit wollte, da die vorangegangene Diagnostik (MRT, CT, Funktions-Röntgen) nicht wahnsinnig konklusiv waren. Es wurden Schäden an den verschiedensten Bändern im zervikalen Bereich gefunden, darunter Ligamentum transversum und Ligamentum alare.

Für weitere Fragen bin ich hier im Blog ansprechbar!

Florentine

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Diagnose: Kopfgelenksinstabilität, Kapsel zw. C1-C2 und Bänderschädigungen des craniozervikalen Übergangs, leiche Bandscheibenvorfälle C4-C6

Ort der Therapie: Chicago

Zeitraum der Therapie: Innerhalb von 5 Monaten 3 Termine, durchschnittliche Verweildauer in USA 4 Tage

Kosten: ca. 1000 Euro pro Termin

Vor der Therapie: Der Empfang in der Praxis ist durchaus freundlich. Zuerst trägt man sich in eine Liste mit Uhrzeit ein und geht an die Rezeption. Nach einer kurzen Wartezeit wird man von einem Assistenten abgeholt. Dieser Assistent begleitet einen die ganze Zeit. Dieser erhebt alle notwendigen Daten. Insbesondere beim ersten Termin dauert es etwas länger. Auch die Vorbereitung hinsichtlich Medikation und Nacken (also Desinfektion und Desensibilisierung) erfolgt durch den Assistent. Dann kommt der Arzt und erhält ein briefing von seinem Assistenten. Danach ein kurzes Gespräch mit dem Patienten und falls dann alles klar ist und die feinen Spritzen bereit sind, geht es los… Kleiner Tipp: Von den Schmerzensschreien andere Patienten sollte man sich nicht beeindrucken lassen 🙂

Prozedere: Bei mir wurde Glucose und PRP gespritzt. Das PRP wurde insbesondere in den Bereich C1-C2 verabreicht, sonst wurde die gesamte HWS samt Hinterhaupt gespritzt. Wie mir der Assistent des Arztes nach dem ersten Eingriff sagte, wurde von Seiten des Arztes sehr aggressiv gespritzt. Der Arzt spritzt auf Sicht ohne Röntgenkontrolle und das sehr zügig. Die Verabreichung der Spritzen ist trotz lokaler Betäubung und der Verabreichung eines Angstlösers, durchaus schmerzhaft. Während der Prozedur kommt es manchmal zu einer kleinen Pause, um dem Patienten die Möglichkeit zur Entkrampfung zu geben. Das eigentliche Prozedere dauert ungefähr gefühlte 5-10 Minuten. Sehr professionell empfand ich das Beruhigungsmanagement der Assistenten und des Arztes während der Vorgangs…

Nach dem Prozedere: Direkt nach dem Spritzen bleibt man noch etwas liegen und erhält Wärmepacks, damit sich die Flüssigkeit im Gewebe besser verteilt. Beim Aufstehen hatte ich das Gefühl, als ob im Nacken ein 5 kg Sack liegen würde. Die Assistenten helfen einem auf und säubern einem vom Blut. Nach dem Eingriff habe ich zur Stabilisierung eine Halskrause angelegt. Ein Drehen des Kopfes war mir sowieso nicht möglich. Die Eingriffe sind mir ganz gut bekommen, so dass ich die Praxis ohne Hilfe verlassen konnte. Beim ersten Mal habe ich einen ebenfalls aus Deutschland kommenden Patienten mit HWS-Instabilität kennengelernt, der, ich glaube, das siebte Mal da war und mir sagte, dass er nach dem Prozedere nicht in der Lage sei ohne Begleitung die Praxis zu verlassen. Das Schlafen mit starrer Halskrause, so wie vom Arzt für 14 Tage verordnet, war mir nicht möglich. Stattdessen habe ich ein flexibles Nackenband angelegt.

Gesundheitliche Effekte: Die neurologischen Effekte, wie Benommenheit, Seh- und Konzentrationsstörungen, gingen nach dem Eingriff so für ungefähr 10 Tage ganz gut zurück, kamen dann aber nach dem Abschwellen des Nackens leider wieder. Ich habe da einen Eindruck gewonnen, wie ein Leben ohne Genickinstabilität sein könnte….:-( Als bleibenden Effekt würde ich sagen haben sich meine Kopfschmerzen zu 20 % verbessert, insbesondere die hinter den Augen, auch die Qualität des Schlafes ist ein wenig besser geworden. Ich wünschte es wäre zu einer dauerhaften Verbesserung gekommen… (Der andere Patient berichtete übrigens von ganz leichten Verbesserungen).

Falls noch Fragen bestehen, dann könnt ihr mich über die Betreiberin der Website kontaktieren.