PNF (Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation)


PNF ist eine neurophysiologische Technik, die wie Vojta darauf abzielt das Bewegungsmuster zu ändern. PNF wurde in Kalifornien erfunden und anfangs nur an Polio-Patienten ausprobiert. Aufgrund des guten Erfolgs wurde sie später weiterentwickelt und auch bei anderen neurologischen Krankheiten eingesetzt.

Propriozeption beschreibt die Eigenwahrnehmung des Körpers über die Lage und Bewegung der Körperteile im Raum. Beteiligt an der Propriozeption ist hauptsächlich die Tiefensensibilität, die aus Muskel-, Gelenk- und Sehnenrezeptoren besteht. Diese leiten  die Informationen an das zentrale Nervensystem weiter.

Bekannt ist, das bei EDS-Patienten die Propriozeption schlecht funktioniert. 

Durch die PNF sollen pathologische Bewegungsmuster wieder zu gesunden werden. Bewegungsmuster sind im zentralen Nervensystem abgespeichert. Dadurch können bestimmte Bewegungsabläufe durch den Therapeuten geführt und wieder erlernt werden.

Muskeln sollen hier nicht einzeln, sondern nur in Kombination in einer dreidimensionalen, meist diagonalen Bewegung eingesetzt werden, um ein neues Bewegungsmuster zu erlernen. Genutzt werden Reize wie Zug, Druck und Widerstand.

PNF wird eingesetzt bei neurologischen Erkrankungen, wie Parkinson, Schlaganfällen, Multiple Sklerose, Polyneuropathie;

oder bei orthopädischen Erkrankungen, die mit einer Störung im Bewegungsablauf einhergehen, darunter z. B. rheumatische Erkrankungen, degenerative Wirbelsäulenerkrankungen, Muskel- und Sehnenerkrankungen;

auch nach chirurgischen Eingriffen, wie künstlichen Hüften kommt PNF zum Einsatz.