Meine Erfahrungen mit Therapien


HWS-Infiltration (gibt es auch diagnostisch)

Der Anfang aller Symptome.

Vojta-Therapie

Ich habe Vojta-Therapie ganz am Anfang meiner Erkrankung für ca. ein Jahr ausprobiert. Man liegt in verschiedenen Positionen und muss selbst überhaupt nichts tun. Es werden verschiedene Punkte am Körper gedrückt, für einige Zeit gehalten und dann wieder losgelassen. Am Anfang konnte ich damit eine primäre Besserung feststellen. Ich war für einige Stunden stabiler. Über Vojta-Therapie stellt sich eine Stabilisierung der Gelenke ein ohne die Muskeln aktiv zu trainieren. Für mich eine gute Therapieform.

Kiefergelenksbehandlungen

Kurze Verbesserung, aber mehr Instabilität, mehr Knacken, langfristige Verschlechterung.

Krankengymnastik allgemein

Verschlechterung

Isometrische Übungen

Isometrische Übungen helfen mir, wenn ich sie vorsichtig dosiere, zumindest manchmal ein bisschen stabiler zu werden über den Tag. Leider hält auch das nie sehr lange.

Pilates

Nachdem jede andere Therapie zu einer Verschlechterung führte, mache ich jetzt statische Pilates-Übungen. Es tut mir gut im Liegen alle Muskeln gezielt anzuspannen und die Atemübungen sind gleichzeitig meditativ und entspannend. Es stärkt den unteren Rücken und hinterlässt eine Grundspannung, die zumindest eine Zeit lang anhält. Extreme Fortschritte kann ich nicht sehen, aber die waren auch nicht zu erwarten. Das wichtigste ist, dass ich etwas gefunden habe, was ich täglich machen kann ohne eine Verschlechterung herbeizuführen.

Wassertherapie

Eine schonende Möglichkeit die Muskulatur zu trainieren, ist die Wassertherapie.  Durch den Wasserwiderstand lässt sich die Tiefenmuskulatur ansprechen ohne große Belastung auf die Gelenke zu bringen. Außerdem wirkt die Wärme des Wassers angenehm und entspannend auf die Muskulatur. Für Menschen mit Dysautonomie empfiehlt sich Wasser das nicht zu warm ist. Übungen kann ich hier auch nur symmetrisch machen, aber meist tun sie mir ganz gut.

Massagen/ Cranio-Sakral-Therapie/ manuelle Therapie/ Fango

Zusammenfassend zu all diesen Maßnahmen kann ich sagen, dass für mich jede Form von Mobilisierung bei der manuellen Therapie, Entspannung der Muskeln wie bei Massagen und Cranio-Sakral-Therapie meine HWS viel instabiler machen. Sobald man meine Muskelspannung „normalisiert“ knackt und brennt alles und die vegetativen Symptomen nehmen zu.

Chiropraktik

Chiropraktik ist etwas was uns allen sehr schaden kann. Gerade an der Halswirbelsäule ist es bei Instabilitäten nicht nur massiv gefährlich, sondern kann auch zu dauerhaften Verschlechterungen führen. Nutzen tut sie nichts, denn Blockaden zu lösen bei Instabilität führt nur dazu, dass das gelöste Segment sofort wieder blockiert. In meinem Fall hat es die Instabilitäten an der HWS massiv verschlechtert und zusätzlich zu einer Schulter-Instabilität geführt.

Theraband/ Gymnastikball

Einige Theraband-Übungen kann ich noch machen (vor allem alles was symmetrisch ist). Gut ist, dass man selbst die Kraft einstellen kann, die man aufbringen will. Mit dem Gymnastikball kann ich leichte Übungen machen, im Liegen, da er mir zu instabil und wackelig ist. Insgesamt sind diese beiden Geräte jedoch gut zu nutzen und es gibt eine Vielfalt an Übungen die damit machbar sind.

Sling-Training

Ich hatte selbst einen Sling-Trainer zu Hause und viel damit geübt. Leider übertrieb ich es, und die Übungen waren für jemanden mit EDS zu stark. Von der Diagnose wusste ich allerdings noch nichts. Die Wirkungsweise des Sling-Trainers finde ich generell vielversprechend und kann ihn deshalb durchaus empfehlen. Man kann die Übungen selbst dosieren und sollte am besten langsam anfangen. Das Gerät braucht kaum Platz und trainiert wirklich jede Muskelgruppe.

Muskelaufbau am Gerät

Ich versuchte über ein Jahr lang mittels großer Maschinen und schweren Gewichten mehr Muskeln aufzubauen. Leider musste ich nach Monaten eher einen Muskelabbau feststellen. Meine Hüften, meine ISG, meine Knie und auch meine Schulter wurden zusätzlich instabil.

PNF (Propriozeptive neuromuskuläre Fazitilation)

PNF habe ich nur zweimal ausprobiert. Zu diesem Zeitpunkt waren aber schon vier Jahre vergangen und die Instabilitäten deutlich ausgeprägter. PNF hilft mir manchmal gut, manchmal passiert gar nichts.

Brunkow-Therapie

Die Brunkow-Übungen sind ähnlich denen, die ich durch Pilates schon kannte und somit auch gut für mich. Es werden gezielt einzelne Muskeln angespannt und eine Zeit lang gehalten.

Taping

Taping bringt mir ab und zu mehr Stabilität, vor allem dann, wenn sie frisch aufgeklebt wurden. In meinem Fall ist es wichtig, dass nicht zu viel Spannung auf die Tapes gebracht wird, sonst fühlt es sich für mich an als würde der Kopf nach hinten gezogen werden. Leider habe ich langfristig eine Allergie auf das Tape entwickelt und kann es kaum noch nutzen.

Halskrause

Meine Halskrause hilft mir sehr gut. Ich besitze eine weiche und eine feste Halskrause. Die weiche trage ich immer nachts zum Schlafen und tagsüber, wenn ich in einem Auto, Bus oder allem was ruckartige Bewegungen macht sitzen muss. An schlechten Tagen verwende ich sie auch um mehr Mobilität zu haben. Wenn ich also sonst wegen der Symptome nur am Sofa liege könnte, trage ich lieber die Halskrause, um eine Zeit lang aufrecht stehen und mich bewegen zu können. Ich sehe das als kleineres Übel an. Trotzdem versuche ich die Krause so wenig wie möglich zu tragen, um meine Muskulatur nicht völlig abbauen zu lassen. Es ist ein schmaler Grad, wie man Halskrausen einsetzt.

Proliferationstherapie

Meine Poloerfahrung findet ihr hier. 

Akupressur

Hat mir weder gut noch schlecht getan.

Dorn-Therapie

War in meinem Fall eine ganz schlechte Idee und hat zu massiver Verschlechterung geführt.

Tens-Gerät

Hat meine Muskeln mehr entspannt als angespannt.

Autogenes Training/ Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen 

Hat auch weder gut noch schlecht getan. Für solche Dinge bin ich ein wenig zu ungeduldig.

Spazieren gehen

Das mag seltsam klingen, aber was mir im Moment am besten tut ist keine Physio, keine Übungen aber dafür 2-3 mal pro Woche ein bisschen spazieren zu gehen.

Akupunktur

Stellen am Kopf blieben ohne Ergebnis, Stellen an der Halswirbelsäule direkt führen zu schweren vegetativen Symptomen.

Therapien wie Heilpraktik, Homöopathie, Vitamine, Sauerstofftherapie, Vitamininfusionen, traditionelle chinesische Medizin blieben ohne Ergebnis. Die Vitamininfusionen und der Sauerstoff haben kurzfristig für mehr Energie gesorgt, dies hielt aber nie lange an.

Schmerztherapie

Ich nehme regelmäßig verschiedene Schmerzmittel ein.

Wärme und Kälte

Wärme kann ich schlecht ertragen, da sie die Muskulatur zu sehr entspannt. Warmes Wasser kann ich durch die Dysautonomie nur schlecht ertragen. Kälte wirkt sich bei mir ebenfalls negativ aus.

Tai Chi/ Qi Gong

Vor Kurzem habe ich einen Tai-Chi-Kurs belegt und war positiv überrascht. Die Bewegungen wurden langsam ausgeführt, was einigermaßen erträglich für meine Gelenke war, aber vor allem die Atemübungen haben mich entspannt und ich fühlte mich richtig erholt danach. Inwiefern Tai Chi langfristig für mich machbar ist weiß ich nicht. Ich habe zwar das Gefühl dass es mir auf vielen Leveln hilft, aber leider führt es ebenfalls zu mehr Schmerzen im unteren Rücken und zu einem ziemlich großen Maß an Erschöpfung am nächsten Tag. Ich möchte dem ganzen dennoch mehr Zeit geben. Häufiger als einmal wöchentlich ist für mich trotzdem absolut nicht möglich.