Genetischer Test auf Medikamentenmetabolismus


Genetische Tests auf Medikamentenmetabolismus (Pharmokogenetik) erlauben eine genaue Beurteilung der Verstoffwechselung bestimmter Medikamente. Die Untersuchung basiert auf den genetischen Eigenschaften der Cytochrome.

Diese Tests helfen bei der medikamentösen Einstellung von Patienten die mehrere Medikamente (zum Beispiel Schmerzmittel) einnehmen, die bereits eine unklare Reaktion auf Medikamente hatten oder gar nicht auf bestimmte Wirkstoffe ansprechen.

Diese genetischen Tests ermöglichen eine bessere Einstellung der richtigen Dosis eines Medikaments und sollen unerwünschte Wirkungen vermeiden.

Cytochrom-P450-Tests

Die CYP450-Gene bilden eine Genfamilie, die für verschiedene CYP-Enzyme codieren. Diese CYP-Enzyme sind zuständig für ca. 85 Prozent des Medikamentenmetabolismus im Körper.

Die klinisch relevanten sind: CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6, CYP2E1, und CYP3A4.

Jedes Medikament wird über einen oder mehrere enzymatische Wege abgebaut. Liegen Veränderungen auf den Genen der Enzyme vor, wird der Abbau des Medikaments im Körper verändert.

Je nachdem welche genetischen Eigenschaften vorliegen, wird eingeteilt in:

„Extensive metabolizer“: Verstoffwechseln bestimmte Medikamente normal.

„Intermediate metabolizer“: Verstoffwechseln bestimmte Medikamente normal oder weniger.

„Poor metabolizer“: Können bestimmte Medikamente nicht verstoffwechseln, was dazu führen kann, dass diese in erhöhter Konzentration im Körper vorliegen und zu Überdosierung oder Nebenwirkungen führen.

„Ultra-rapid metabolizer“: Können bestimmte Medikamente extrem schnell verstoffwechseln, was dazu führen kann, dass bei normaler Dosierung gar keine Wirkung eintritt.

 

Testmaterial sind meist Wangenabstriche oder Blutproben.

 

 

Weiterführende Informationen und Listen der Substrate und Inhibitoren:

http://genelex.com

http://www.genetworx.com/pdf/genetworx%20-%20pharmacogenomic%20testing%20in%20clinical%20practice.pdf