Fusion ohne Instrumentation 


Zu diesem Thema muss ich vorab sagen, dass es bislang kaum Informationen oder Publikationen zur Anwendung an der HWS gibt. Ich wollte dennoch kurz darauf eingehen, weil man mir diese neue Methode der Operation vorgeschlagen hat und sie für mich recht vielversprechend klingt. Es muss nur jedem klar sein, dass es für die Dinge die ich in diesem Beitrag schreibe keine wissenschaftliche Bestätigung gibt. Trotzdem glaube ich, es könnte für die Zukunft interessant sein.

Was ist eine Fusion ohne Instrumentation?

Das bedeutet, dass die Wirbelkörper ohne das Anbringen von Schrauben oder Platten zusammenwachsen (fusionieren), was das eigentliche Ziel einer jeden Versteifungsoperation an der HWS ist.

Anstatt des sonst eingesetzten Schrauben-Plattensystem wird dann z. B. mit „Tape“ gearbeitet. Dieses Tape wird von hinten an die HWS angebracht und soll damit die posterioren Ligamente unterstützen. Zusätzlich kommt Bone Graft zum Einsatz, das die Fusion unterstützt und langfristig zu einer Bewegungsminderung führen soll.

Erfahren habe ich von diesem Verfahren über einen Neurochirurgen den ich sehr achte und der sehr viel Erfahrung in Bezug auf Ehlers-Danlos-Patienten vorzuweisen hat. Durch die multiplen Instabilitäten die ich und viele andere EDS-Patienten aufweisen, wollte er gerne eine neue Art finden diesen Menschen zu helfen ohne dabei langfristig die komplette HWS mit Metall zu versorgen.

Leider gibt es bislang keine Langzeiterfahrungen oder größere Studien dazu und ich bin nicht sicher, inwieweit diese Methode von anderen Ärzten überhaupt angewandt wird. Insgesamt klang dieses Verfahren für mich schlüssig und als gute Alternative in meinem Fall.

Informationen zu einem speziellen Tape und OP-Methoden an anderen Gelenken kann man hier finden: 

http://www.arthrex.com