DTI – Diffusions-Tensor-Bildgebung


Die DTI ist ein relativ neues, sehr vielversprechendes Verfahren, das mit Hilfe des MRTs die dreidimensionale Diffusionsbewegung von Wassermolekülen im Gewebe misst. Erst durch verschiedene Auswertungstechniken können diese zeitaufwändigen und komplexen Datensätze visualisiert werden.

Mit der DTI können Schädigungen des Gehirns und des Rückenmarks schon deutlich früher dargestellt werden als mittels normalem MRT.

Bisher wird das DTI leider hauptsächlich in der Forschung verwendet. Einige Ärzte bieten DTI des Gehirns auch in der Klinik an, meist zur frühzeitigen Diagnose eines Schlaganfalls. Außerdem gibt es zusätzlich wenige private Anbieter. DTI des Rückenmarks wird wohl im Moment noch kaum durchgeführt.

DTIs sind keine Kassenleistung, werden aber in Zukunft für die Diagnostik von HWS-Instabilitäten sehr wichtig.

Literatur: 

Mac Donald CL, Dikranian K, Bayly P, Holtzman D, Brody D. Diffusion tensor imaging reliably detects experimental traumatic axonal injury and indicates approximate time of injury. The Journal of neuroscience. 2007 Oct 31;27(44):11869-76.

Ying J, Zhou X, Zhu M, Zhou Y, Huang K, Zhou B, Teng H. The Contribution of Diffusion Tensor Imaging to Quantitative Assessment on Multilevel Cervical Spondylotic Myelopathy. European neurology. 2016 Feb 2;75(1-2):67-74.

Ellingson BM, Salamon N, Hardy AJ, Holly LT. Prediction of neurological impairment in cervical spondylotic myelopathy using a combination of diffusion MRI and proton MR spectroscopy. PloS one. 2015 Oct 2;10(10):e0139451.