Tarlov-Zysten


Tarlov-Zysten sind Ausstülpungen der Dura und enthalten daher Liquor. Sie werden auch als Wurzeltaschenzysten bezeichnet. Prinzipiell können diese Zysten in jedem Wirbelsäulenabschnitt auftreten, werden aber am häufigsten am Kreuzbein entdeckt – meist als Zufallsbefund.

Symptome

Je nach Lage können die Zysten Nerven komprimieren und dann radikuläre Beschwerden verursachen. Z. B. Schmerzen in den Beinen, Lähmungen, Gefühlsstörungen, Blasenstörungen, Darmstörungen uvm. Sie können aber auch symptomlos verlaufen.

Ursachen

Die Ursache ist unklar.

Tarlov-Zysten werden häufig bei Patienten mit Bindegewebserkrankungen gefunden. Man geht davon aus, dass die Dura, die ebenfalls aus Bindegewebe besteht, wie das restliche Gewebe bei z. B. Ehlers-Danlos-Syndrom „ausdehnt“ und dadurch diese Aussackungen zustande kommen.

Diagnostik

MRT

Klinische Untersuchung

Elektrophysiologische Tests

Evtl. Urodynamik

Therapie 

Infiltration mit lokaler Anästhesie, Cortison oder Fibrin

Operative Entfernung

Literatur

HENDERSON, Fraser C., et al. Neurological and spinal manifestations of the Ehlers–Danlos syndromes. In: American Journal of Medical Genetics Part C: Seminars in Medical Genetics. 2017. S. 195-211.